Klimafreundlich Grillen

Seitdem der Sommer hierzulande wieder Einzug hält, werden die lauen Abende vom Duft nach frisch gegrilltem Fleisch und Kräuterbaguette durchzogen. Parks und Grünflächen der Städte werden bevölkert von großen und kleinen Gruppen und bis in die späten Abendstunden wird zusammen gegrillt, gechillt und das neu erwachte Leben gefeiert. Doch wir klimabewussten Menschen denken dabei natürlich auch gleich an die Folgen für den Klimawandel. Brutzelndes Fleisch auf dem Grill – da sieht man förmlich die Treibhausgase in die Luft aufsteigen. Aber dem Klima zuliebe auf das gesellige und leckere Grillen verzichten? Kommt nicht in Frage! Deshalb haben wir Tipps gesammelt, wie das Grillen CO₂-reduziert stattfinden kann.

Der richtige Grill:
Heutzutage gibt es zig verschiedene Grills mit den unterschiedlichsten Techniken – vom Einweggrill über Holzkohle, Elektro- oder Gasgrills. Aber welcher eignet sich am besten für Steak und Würstchen, ohne dabei die Umwelt zu sehr mit CO₂ oder Schadstoffen zu belasten? Nachteile beim Elektrogrill liegen darin, dass immer gleichmäßig die ganze Fläche erhitzt wird, unabhängig davon, wie viel Grillgut auf dem Rost liegt. Dadurch geht unnötig viel Heizenergie verloren. Allgemein wird das Grillen mit Holzkohle als die umweltfreundlichste Methode angesehen, ja sogar als klimaneutral bezeichnet. Allerdings erklärte der Forscher Eric Johnson, dass das Grillen mit Holzkohle entgegen der bisherigen allgemeinen Meinung sogar dreimal klimaschädlicher als der Gas-Grill sei. Das liegt an der sehr viel effizienteren Produktion und Verbrennung des Gases, auch wenn es sich dabei um einen fossilen Brennstoff handelt. Wer allerdings nicht auf das „Kohle-Grill-Rauch-Feeling“ verzichten möchte, kann auch bei der Wahl der Holzkohle auf das Klima achten. Holzkohle, Holzbriketts und trockenes Holz aus nachhaltiger und regionaler Waldwirtschaft, möglichst mit dem FSC-Siegel und dem DIN-Prüfzeichen DIN EN 1860-2 ausgezeichnet, garantieren ein klimabewusstes Grillvergnügen.

Das richtige Grillgut:
Fleisch ist das klimaschädlichste Lebensmittel – das wissen wir. Aber zum Grillen gehört es für die meisten nun mal dazu. Was kann man also tun, um den Speiseplan spannend, lecker und klimafreundlich zu gestalten, ohne ihn allzu sehr einzuschränken? Wer kein Vegetarier ist oder werden will, braucht beim Grillen Fleisch – solange auf Rindfleisch verzichtet und bevorzugt Bio-Geflügel gegessen wird, ist das für die Klimabilanz ok. Zudem kann der Fleischverzehr reduziert werden und ein Teil einfach durch leckere Gemüsespieße ersetzt werden. Außerdem bieten immer mehr Supermärkte Tofu-Würstchen, -Burger oder –Steaks als Fleischersatz an. Viele leckere vegetarische Grillrezepte gibt es hier:
Genussrezepte: Grill-Gut fürs Klima

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