Liebe von Eisbären trägt nicht genug Früchte

Während wir das Fest der Liebe feiern, trüben schlechte Nachrichten aus dem (vermeintlich) ewigen Eis den Valentinstag. Der Winter ist für Eisbären die wichtigste Jahreszeit, denn auf der zugefrorenen Eisdecke jagen sie Robben und kleine Walrösser und fressen sich so ihre Fettreserven an. Gerade Weibchen sind auf ausreichend Nahrung angewiesen, denn nach der Eisschmelze ziehen sie sich in Höhlen zurück, wo sie ihren Nachwuchs auf die Welt bringen und monatelang nur von diesen Reserven leben und ihre Jungen säugen.

Durch die immer früher eintretende Eisschmelze bleibt den Eisbärinnen nicht genug Zeit, sich ausreichende Reserven anzulegen. Wie Forscher nun mitteilten, wirkt sich das negativ auf die Nachwuchszahlen aus, denn je eher die Jagdsaison zu Ende geht, desto mehr trächtige Weibchen bringen gar keine oder nicht lebensfähige Junge zur Welt. In der Hudson-Bay, dem südlichsten Lebensraum von Eisbären in der Arktis, schrumpfte die Population im letzten Jahrzehnt bereits um ein Viertel – Schuld ist laut Forschern die voranschreitende globale Erwärmung.

Wie verzweifelt die Tiere auf Nahrungssuche gehen zeigt ein aktuelles Beispiel aus der Arktis:
Wie jedes Frühjahr während der Eisschmelze treiben Robben und Walrosse auf abgetrennten Eisschollen immer weiter nach Norden. Eisbären gelangen in dieser Zeit nicht mehr auf festem Untergrund an ihre Beute und schwimmen hinterher. Wie die Forscher des Geologischen Dienstes der USA jetzt mithilfe eines bei einem Weibchen implantierten Sensors feststellen konnten, legen die Raubtiere dabei unglaubliche Distanzen zurück – eine Eisbärin schwamm knapp 700 km ohne Pause. Diese Reise hinterließ allerdings tiefe Spuren: ihr Junges überlebte die strapaziöse Reise nicht, zudem büßte das Tier 22 Prozent seines Körperfetts ein.

Ob das verfrühte Ende der Jagdsaison, verursacht durch den Klimawandel, das Raubtier zu dieser Tat zwang? Wir sagen: ja! Aber noch ist es nicht zu spät für die Eisbären. Zwar müssen wir die globalen CO₂-Emissionen drastisch reduzieren, aber genau dafür gibt es uns ja. Gemeinsam können wir etwas erreichen! Damit die Liebe der Eisbären wieder Früchte trägt…

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