Klimakorrektes Ostern

Diese Woche ist Ostern! Und was wäre Ostern ohne Eier und Schokolade? Damit Umwelt und Hühner nicht unter der vermehrten Nachfrage leiden müssen, haben wir Tipps zum Eierfärben, Naschen und Dekorieren zusammengestellt. So kann das Osterfest traditionsgemäß und dabei mit gutem Umwelt-Gewissen gefeiert werden.

Oster-Eier:
Bunt gefärbte Eier kommen in den meisten Familien spätestens am Ostersonntag auf den Tisch. Damit weder Gesundheit, noch Umwelt und Tiere belastet werden, können die Eier von glücklichen Hühnern einfach mit natürlichen Farbstoffen eingefärbt werden:

  • Damit die Hühner als Lieferanten der Eier nicht unter dem vermehrten Konsum leiden müssen sind Bio-Eier die beste Option. Sie garantieren den Hühnern eine artgerechte Haltung und biologisches Futter ohne Gentechnik. Noch besser: Eier vom Bio-Bauernhof deines Vertrauens holen.
  • Folgende Pflanzen verleihen den Eiern schöne Farben:
    1. Grün: Brennnessel, Petersilie oder Spinat
    2. Gelb: Zwiebelschalen, Birkenblätter, Johanniskraut oder schwarzer Tee
    3. Rot: Rote Beete oder rote Zwiebelschalen
    4. Violett: Getrocknete Heidelbeeren oder Holundersaft
    Und so geht’s:
    Die Pflanzen in kaltes Wasser in einen Topf geben und auskochen. Anschließend mit einem Sieb die Pflanzenreste auffangen. Die Eier in dem gewonnenen Sud etwa 10 min hart kochen und nach dem Abschrecken noch bis zu einer halben Stunde in dem Sud liegen lassen. Abschließend die abgekühlten Eier mit einem in Essig getränkten Schwamm abreiben. Das Essig lässt die Naturfarben kräftiger aussehen und länger halten.
    Für schöne Muster können vor dem Kochvorgang Gräser oder Blüten mit etwas Wasser auf die Eier geklebt werden und mit alten Feinstrickstrümpfen oder -strumpfhosen fixiert werden. Danach wie gehabt in dem farbigen Sud hart kochen.
  • Beim Kochvorgang dran denken: Passender Deckel für den Topf und passender Topf für die Herdplatte senken Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß.
  • Wem das Selbst-Färben zu viel Aufwand ist:
    Die Biohennen AG verkauft zu Ostern Bio-Eier, die mit natürlichen Farbstoffen wie Karmin oder Paprikaextrakt gefärbt sind.

Schoko-Eier und -Hasen:
An Ostern wird in Deutschland mehr Schokolade als im restlichen Jahr konsumiert, um genau zu sein im April durchschnittlich 50 % mehr als in den anderen Monaten. Ein Großteil des Kakaos in Deutschland kommt aus westafrikanischen Ländern, wo er unter teils menschen- und umweltunwürdigen Zuständen hergestellt wird. Achtest du beim Kauf von Schokolade auf Fair Trade- oder Bio-Siegel, kannst du guten Gewissens Süßes naschen.

Blumen-Deko:
Mit Ostern wird der Frühling und die neue warme Jahreszeit so richtig eingeläutet. Da dürfen bunte Frühlingsblumen für die richtige Oster-Deko natürlich nicht fehlen. Dafür sind Blumen der Saison und aus deiner Region gut geeignet. Sie haben nur wenige Transportkilometer hinter sich und sind auch nicht in energieaufwendigen Gewächshäusern gewachsen. Am besten sind Blumen aus dem eigenen Garten, vom Feld oder von einem lokalen Markt. Gerade im Frühling und somit pünktlich zu Ostern blüht es ja überall, sodass regionale Blumen auf jeden Fall zu bekommen sein sollten (Übersicht, wann welche Blumen blühen)
Kaufst du deine Blumen im Geschäft, gibt es Siegel für klimafaire Blumen. FLP, das Flower Label Program, ist das bekannteste und genießt einen besonders guten Ruf. Umwelt- und Sozialstandards werden hier eingehalten – leider keine Selbstverständlichkeit in Lateinamerika und Afrika. Aber auch immer mehr regionale Blumen werden von FLP zertifiziert.

Für eine würdige Präsentation der klimafairen Blumen gibt es Vasen aus recycelten Glasflaschen. In einem Hamburger Atelier entstehen aus Altglas schöne Unikate in Handarbeit.
Als Alternative kannst du Blumen auch in alten Weinflaschen ohne Etikett dekorieren.

Wir wünschen dir ein paar klimafreundliche und sonnige (die Wetteraussicht verspricht sommerliche Temperaturen!) Ostertage!

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