Nachhaltigkeit in Bestform: Die Utopia-Konferenz 2010

Hochkarätige Redner, spannende Unternehmer, die sich in dem Bereich engagieren, interessante und motivierende Beispiele  aus den Bereichen green economy, society und politics – die Konferenz hatte viel zu bieten!

Vergangene Woche  war es soweit:  Die dritte Konferenz der Utopisten stand an. Utopia, das ist eine Online-Plattform, die sich dem strategischen Konsum und nachhaltigen Lebensstil verschrieben hat und sich wachsender Beliebtheit erfreut.

Der Wunsch zur Nachhaltigkeit erhält immer mehr Anklang in der Bevölkerung. Zukunftsweisende Produkte werden verstärkt nachgefragt. Kein Wunder, dass die Konferenz so gut besucht und live im Internet von tausenden Usern verfolgt wurde. Daniel und Gerry von ecogood waren vor Ort dabei. Hier ein paar Eindrücke von der Konferenz:

Nach wie vor unterschätzt der Konsument seine Macht – mit jedem Kauf! Eindrucksvoll und energiegeladen brachte Hannes Jaenicke dies auf den Punkt. „Warum sind weit mehr als die Hälfte der Bevölkerung gegen Atomstrom, doch nur knapp 10 % beziehen Ökostrom?“ „Wir leben im Zeitalter der Konsequenzen – und deswegen müssen wir handeln, und zwar jetzt!“ Das vollständige Interview mit Hannes Jaenicke gibt es hier.

Eine Jeans kostet in der Produktion in China etwa 3 €, aber auch 11.000 Liter kostenloses Wasser und etliche CO2-Emissionen. Leider werden die eigentlichen Umweltauswirkungen und nachgelagerten Kosten bisher nicht monetär erfasst und deshalb ist das Produkt so günstig. Ein faires Produkt geht verantwortungsvoll mit den Ressourcen um und vermeidet Emissionen wo immer es geht; um den wahren Wert zu erfassen, können beispielsweise die Emissionen an anderer Stelle kompensiert werden. Mit gutem Beispiel voran geht bioRe nach dem Motto: Wer Mode trägt, kann auch Verantwortung tragen!

Prämiert wurde unter anderem die Drogeriemarktkette „dm”, die sich als Vorreiter im Nachhaltigkeitsmanagement seit Jahren engagiert und der Outdoorhersteller Vaude.

Sofortiger Klimaschutz ohne jegliche Kosten und für jedermann – das schafft Ecosia. Die Suchmaschine arbeitet ähnlich wie Google, nur werden bei jeder Suchabfrage Regenwaldprojekte des WWFs finanziert. Angestrebtes Ziel ist ein Prozent des weltweiten Suchvolumens, damit könnte jedes Jahr nach eigenen Angaben eine Fläche so groß wie die Schweiz geschützt werden. Hinweis: Die App für Firefox lohnt sich besonders. www.ecosia.org Einfacher geht’s nicht.

Dass auch ein Weltkonzern sich Nachhaltigkeitskriterien unterwerfen kann und „green economy“ als Geschäftsmodell aufnimmt – das zeigte René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Telekom. Beeindruckende Ziele zur Emissionsreduktion sollen durch effiziente Kommunikations-Technologien realisiert werden. Mit viel Engagement und Authentizität brachte er als emotional gefärbtes Beispiel die „grüne Fahrzeugflotte“, demnach Firmenwagen nicht immer spritfressende Oberklassewagen seien müssen.

Professor Stefan Schaltegger sprach in seinem Vortrag über zukunftsweisende Lösungen. Nüchtern stellte er fest, vermeintliche Lösungen seien oft nicht in jeder Hinsicht perfekt – dafür seien sie einfach zu vielschichtig. Kritik daran ist immer leicht. Aber auch diese Lösungen und Produkte sind enorm wichtig, weil sie einen Innovationsprozess hin zu einer wirklich guten Lösung anschieben. Aber Achtung – zu große Versprechen laufen Gefahr Enttäuschungen hervorzurufen, die künftige Innovationen hemmen.

Im politischen Teil der Veranstaltung rief Renate Künast dazu auf, neue Impulse für die Demokratie zu setzen und alle Möglichkeiten der Partizipation auszunutzen: Bürgerbewegungen von außen, parlamentarische Lager von innen. Beides ist nötig um die Demokratie auf möglichst breite Füße zu stellen.

Eine rundum gelungene Veranstaltung . Oder mit den Worten von Cindy Gallop: „Doing good – sexy as hell!“

http://www.utopia.de/konferenz

http://www.biore.ch/
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5 Antworten auf Nachhaltigkeit in Bestform: Die Utopia-Konferenz 2010

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