Erwärmung des Klimas? Aber es ist doch so kalt!

Der Wind pfeift einem eisig ins Gesicht. Gefühlte 20 °C unter null. Das ganze Land versinkt im Schnee. Den einen freut ´s den anderen stört ´s.

„Wo ist denn der Klimawandel?“ oder „Lasst uns den Klimawandel ankurbeln, dann ist es hier nicht mehr so kalt!“, hört man schon mal.  Mal im Witz, mal aus ernster Unkenntnis kommen Zweifel am Klimawandel  auf.

Aber Klima ist nicht gleich Wetter! Und der Klimawandel ist ein globales Phänomen, das real und messbar vorliegt. Kein Zweifel!

Erst mal macht natürlich ein Ereignis noch kein Klima: Von Klima kann erst über einen Zeitraum von 30 Jahren gesprochen werden. Alles andere ist Wetter.

In den letzten hundert Jahren ist die globale Temperatur bereits um 0,74 Grad angestiegen. Elf der vergangenen zwölf Jahre gehörten zu den wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Und auch der vergangene  harte Winter bei uns, war global ein extrem warmer Winter. Nachdem 2007 gerade erst der wärmste Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen wurde. Also nicht zu schnell von einem Wetterereignis auf den Klimawandel schließen.

Auf der anderen Seite nehmen Wetterereignisse wie Hitzewellen und Starkregen deutlich zu. Ein Einzelereignis lässt sich auch hier nicht allein mit der globalen Erwärmung begründen.

Zur Erinnerung: Im Extremsommer 2003 kam es in Westeuropa zur schlimmsten Hitzewelle,  der rund 70.000 Menschen zum Opfer fielen.  Im Februar 2009 kamen 173 Menschen bei Buschfeuer ums Leben – die Temperaturen betrugen über zwölf Tage Werte von über 40 °C mit Spitzen von  48,8 °C. Und auch Russland  erlebte noch nie einen so heißen Sommer wie in diesem Jahr. Im Bericht von 2007 des Weltklimarates des IPCC hieß es dazu, dass Hitzewellen (und Starkregen) in den meisten Regionen  sehr wahrscheinlich aufgrund der Treibhauserwärmung zunehmen werden. »Sehr wahrscheinlich « bedeutet hier eine mindestens 90-prozentige Sicherheit.

Das menschliche Handeln ist Treiber des Klimawandels – auch darin herrscht breiter Konsens. Und die Treibhausgase nehmen immer noch zu.

„Der Wendepunkt muss noch diese Dekade erfolgen. Wer das abstreitet, ignoriert die Realität der Physik.“ – so Prof. Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung im Interview.

Mehr dazu auch in unserem Magazin unter “Der Klimawandel“.

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