Endspurt: Was kann Cancún?

Es ist Endspurt angesagt in Cancún – die Phase der heißesten Diskussionen und Debatten ist in vollem Gange. Schon seit Tagen wird spekuliert, wie der diesjährige Weltklimagipfel wohl enden wird. Nach der gescheiterten Konferenz in Kopenhagen war diesmal das Ziel, die Teilnehmerländer zu einen. Allerdings sieht es nicht danach aus, denn die Fronten zwischen Industrie- und Entwicklungsländern sind weiter verhärtet…

Wie steht es um den Erfolg der Konferenz?
Oberstes Ziel in Cancún ist es natürlich ein weiteres Mal, ein Klimaabkommen zu vereinbaren, das von allen Teilnehmern unterzeichnet und später ratifiziert wird und dazu führt, die Emissionen global zu senken.
Schon letztes Jahr in Kopenhagen hatten sich die Teilnehmerländer nicht auf ein neues Klimaabkommen zur Nachfolge des Kyoto-Protokolls einigen können, weshalb der Klimagipfel damals als gescheitert erklärt wurde. Insbesondere China und die USA, die weltweit größten Klimasünder, gerieten bei den Verhandlungen über ein neues Klimaschutzabkommen immer wieder aneinander.
Auch bei der diesjährigen Klimakonferenz in Cancún rechnen sich Klimaschützer nicht allzu viele Chancen auf einen erfolgreichen Ausgang aus und ein Scheitern scheint immer wahrscheinlicher zu werden.

Regenwälder, Entwicklungshilfe und Emissionshandel
Im Fokus liegen bei den Verhandlungen in Mexiko besonders der Handel mit Emissionsreduktionszertifikaten, finanzielle Hilfen für Entwicklungsländer und Maßnahmen zur Rettung der Regenwälder.
Der Emissionshandel gilt als wichtigste Maßnahme, den CO₂-Ausstoß weltweit zu verringern und so das 2-Grad-Ziel zu erreichen. Langfristiges Ziel ist es deshalb, den internationalen Handel mit CO₂-Emissionszertifikaten festzuzurren.
Außerdem wird die Frage diskutiert, wie finanzielle Hilfen für Entwicklungsländer aussehen sollen, die unter den Folgen des Klimawandels leiden. Die EU hatte in diesem Kontext angekündigt, zinsgünstige Kredite an Entwicklungsländer zu vergeben. Von Seiten vieler Entwicklungshelfer wird das allerdings kritisiert, da Kredite die Schulden armer Länder auf lange Sicht vergrößern würden.
Besondere Bedeutung bei der Klimakonferenz in Cancún kommt der Rettung der Regenwälder zu. Die Abholzung der Wälder gilt nach dem Industriesektor als zweitgrößter Verursacher von CO₂, sodass Lösungen gesucht werden, wie der Waldschwund nachhaltig verhindert werden kann.

Was kann Cancún?
Bis morgen wird in Cancún noch gestritten und verhandelt. Bisher sieht es gar nicht so aus, als würden die Teilnehmer auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Scheitert die Konferenz – und danach sieht es momentan aus – sagen Fachleute das Ende der internationalen Klimapolitik voraus. Emissionshandel, Schutz der Regenwälder usw. könnten nicht mehr global geregelt werden. Gerade dann ist das Handeln des Einzelnen gefragt, um unsere Erde vor den schlimmsten Folgen des Klimawandels zu bewahren.

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