Die Welt wird überschwemmt – Ist der Klimawandel Schuld?

Nach der Jahrhundertflut in Pakistan sind nun Australien und die Philippinen von Hochwasser betroffen. Zwar kann der Klimawandel nicht pauschal für diese einzelnen Naturkatastrophen verantwortlich gemacht werden. Es ist aber auch nicht zu leugnen, dass sich aufgrund der globalen Erwärmung Wetterextreme in aller Welt häufen.

Katastrophen in Pakistan, Australien und auf den Philippinen
Seit ein paar Monaten werden verschiedene Teile der Welt von Überschwemmungen heimgesucht. Zuerst traf es im Juli und August 2010 Pakistan: 2000 Menschen kamen ums Leben, mehr als 14 Millionen waren von den Überschwemmungen betroffen, mindestens die Hälfte benötigte unmittelbar humanitäre Hilfe. Pakistan wird noch sehr lange Zeit unter den Folgen leiden – die UN spricht von einer der verheerendsten Katastrophen seit ihrem Bestehen.
Ende des Jahres traf es dann Australien: mittlerweile ist eine Fläche so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen überflutet, 200.000 Menschen sind bis jetzt betroffen.
Und auch die Philippinen befinden sich seit Ende Dezember im Ausnahmezustand: sintflutartige Regenfälle sorgen insbesondere in den östlichen und südlichen Teilen des Inselstaates für schwere Überschwemmungen und Erdrutsche, 350.000 Menschen sind bis jetzt betroffen.

Folgen für die Länder
Von den wirtschaftlichen Folgen von Naturkatastrophen einmal abgesehen, werden bei solchen Ereignissen die Lebensräume unzähliger Menschen und Tiere zerstört, was zu einer stetig anwachsenden Zahl von Umweltflüchtlingen führt. Vernichtete Ernten, zerstörte Infrastrukturen und weggeschwemmte Dörfer und Städte haben zur Folge, dass die Menschen noch lange Zeit auf Hilfe von außen angewiesen sind. Der Wiederaufbau dauert Jahre und die Rückkehr in das alte Leben wird oftmals erst nach langer Zeit oder gar nie wieder möglich.

Ist der Klimawandel Schuld?
Es ist nicht abzustreiten, dass sich die Naturkatastrophen überall auf dem Globus in letzter Zeit häufen und es kann kein Zufall sein, dass innerhalb weniger Monate drei Länder in verschiedenen Regionen der Erde von schweren Überschwemmungen heimgesucht werden.  Ebenso steht außerfrage, dass die Zunahme von Wetterextremen in aller Welt zu den Folgen der globalen Erwärmung gehört.
Zwar kann man, so Jürgen Kropp vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), einzelne Katastrophen wie die momentanen Überschwemmungen in Australien und auf den Philippinnen nicht einfach so dem Klimawandel zuschreiben. Dafür müssen erst über viele Jahre die Veränderungen von Wetterphänomenen wie der Monsun oder La Niña ausgewertet werden.
Dass die Überschwemmungen der letzten Monate durchaus Konsequenzen des Klimawandels sein können, ist aber eine logische Schlussfolgerung aus dem Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur: Durch die globale Erwärmung steigen auch die Temperaturen in den Ozeanen der Erde – dadurch verdunstet mehr Wasser. Dieses Wasser sammelt sich in Wolken. Entleeren sich diese vollgesogenen Wolken über Land, kann das sintflutartige Regenfälle zur Folge haben. Unbeteiligt ist der Klimawandel mit Sicherheit nicht…

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Eine Antwort auf Die Welt wird überschwemmt – Ist der Klimawandel Schuld?

  1. Tony Katz sagt:

    Nun, man muß es einfach Vorurteilsfrei mehr untersuchen. Gerüchte (Klimaveränderungen durch HAARP) und Spekulationen gibt es genug, aber die stumpfsinnige Behauptung, die Temperaturen sind gestiegen ist sicherlich nicht zielführend.
    Worüber aber wohl Einigkeit besteht: die menschlichen Einflüße auf die Umwelt sind gewaltig, undzwar durch die Vergiftung der Meere und Äcker, durch Millionen Tonnen Abgase in die Luft (CO2 meine ich dabei nicht, es gibt auch noch Schwefeldioxide, Kohlenmonoxide, Schwermetalle, andere Krebserregende Verbindungen, Treibstoffzusätze in Flugzeugen sind teilweise haarsträubend). Hinweise: plötzliches Massenhaftes Vogelsterben, Fischesterben, Bienensterben usw., da ist was in der Umwelt im Gange (sozusagen eine Warnung an die Menschen).

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